Werktagung „Den Stein ins Rollen bringen“

Oldenburgische Kirche nimmt kreative Arbeit mit Kindern in den Fokus:
Unter dem Motto „Den Stein ins Rollen bringen“ trafen sich am Samstag, 1. April, rund 200 ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende aus der kirchlichen Arbeit mit Kindern zu einer Werktagung Reformation im Delmenhorster Gymnasium an der Willmstraße.
Insgesamt 18 Workshops beschäftigten sich theoretisch und praktisch mit ganz unterschiedlichen Aspekten der kirchlichen Arbeit mit Kindern: Gottesdienste in der Natur, das Nähen von „Storybags“ oder die Erzählwerkstatt zeigten, wie kreativ es sich mit dem Glauben umgehen lässt.

In ihrem Impulsvortrag „Hier stehe ich und kann auch anders“ betrachtete Kirsti Greier, Theologische Referentin des Gesamtverbands für Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD, die Frage, wo sich Religion und eine kirchliche resilienzfördernde – also seelisch stärkende und widerstandsfähig machende – Arbeit mit Kindern begegnen. „Religion und Resilienz sind nicht per se ein Erfolgsmodell“, machte sie deutlich. „Aber wenn wir in unserem Glauben fest verwurzelt sind und auf Gott vertrauen, kann diese Einheit wunderbar gelingen, weil wir uns geschützt fühlen.“

Mit seinen 95 Thesen habe Luther einen Stein ins Rollen gebracht, der Europa, vielleicht sogar die ganze Welt verändert habe, sagte Oberkirchenrat Detlev Mucks-Büker in seinem Grußwort. Er erinnerte an einen anderen Stein – jenen, der vor dem Grab Jesu gelegen habe. „Mit dieser Stein-Geschichte kam richtig was ins Rollen, nämlich die Botschaft von der Liebe Gottes, die stärker ist als alle Gewalt“, sagte er. Und auch die Pastoren Nico Szameitat und Rainer Claus erinnerten an Stein-Geschichten aus der Bibel und kamen zu dem Ergebnis: „Nur zu mehreren kann man einen Stein ins Rollen bringen.“

Jeweils anderthalb Stunden lang konnten sich die Teilnehmenden vormittags und nachmittags in den Workshops inspirieren lassen, neue Ideen sammeln und sich austauschen. Rund die Hälfte von ihnen waren Mitarbeitende aus den 111 Kindertagesstätten der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, dazu kamen Grundschullehrerinnen, Ehrenamtliche aus den Kindergottesdienstteams, der ejo und anderen Institutionen, die kirchliche Arbeit mit Kindern anbieten. Auch aus Bremen und dem Emsland waren Teilnehmende angereist. Die Workshop-Leitenden kamen ebenfalls nicht nur aus der oldenburgischen Kirche, sondern beispielsweise auch als der Lippischen Landeskirche, aus Hildesheim und Münster. 50 weitere ehrenamtliche Kräfte hatten die Organisation der Werktagung auf die Beine gestellt. Die Zahl derer, die sich in der Jugendarbeit der oldenburgischen Kirche engagieren, sei erfreulich konstant, so Detlev Mucks-Büker. Mit dem Engagement der Jugendlichen bei Veranstaltungen wie diesen ernte man erste Früchte eines langfristig angelegten Fortbildungsangebotes, das die oldenburgische Kirche seit einigen Jahren offeriere.

 

Die Werktagung Reformation ist eine Kooperation der Arbeitsstellen für Kindergottesdienst und Arbeit mit Kindern im Landesjugendpfarramt sowie der Fachstelle für Kindergartenarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Das Organisationsteam unter der Leitung von Eva Brunken, Beauftragte für Kindergottesdienst, hat diese Tagung im Rahmen des Reformationsjubiläums vorbereitet.
Fotos: ElKiO

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