„Was geht ab, Martin?“ beim Gemeindefest in Kirchhatten

Das Theaterprojekt unter der Leitung der Spiel- und Theaterpädagogin Stefanie Möhlmann hatte zum Abschluss des Gemeindefestes in Kirchhatten am 18. Juni 2017 einen vielbeklatschten Auftritt in der bei sommerlichen Temperaturen angenehm kühlen St. Ansgari-Kirche.

Eingerahmt wurden die Szenen durch ein kleines Konzert des Gospelchores „sing ’n‘ swing“ aus der Nachbarkirchengemeinde Sandkrug. Gleich zu Anfang eines knappen Dutzend Songs rissen sie die Zuschauer mit bei „This Little Light Of Mine“. Unter dem Motto „Was geht ab, Martin? – Was Luther so umtrieb.“ spielten Jugendliche selbst geschriebene Szenen, die sie vom Hier und Jetzt in das Jahr 1517 brachten. Sie erlebten den Thesenanschlag hautnah und wachten überraschend im Hause von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora auf. Luther war indes von seinem Landesfürsten nach Wardenburg, sorry, auf die Wartburg verschleppt worden. Dort in

Sicherheit konnte Luther das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzen.
Um 1517 nicht aufzufallen, verkleideten sich die Mitspieler*innen in mittelalterliche Gewänder. Sie mussten sich allerdings auch auf die Suche nach ihren Handys machen, bis sie merkten, dass es die im Mittelalter ja noch nicht gab.

Um einiges schlauer über die Zeit der Reformation kehrten die jungen Schauspieler*innen zurück in die heutige Zeit, um den Applaus in der vollbesetzten Kirche entgegenzunehmen.
Danke an Stefanie Möhlmann und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Marion Backhus, die sowohl die Proben als auch die Aufführung in der Rolle eines „Einhorn“ unterstützt!
Das Projekt wird finanziell durch den Kirchenkreis und durch Mittel der Oldenburgischen Kirche für das Reformationsjubiläum in diesem Jahr unterstützt.
Weitere Aufführungen sind in den nächsten Monaten bei anderen Gemeindefesten im Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg Land schon verabredet.Nach der Aufführung gehörte die Aufmerksamkeit wieder dem Gospelchor (Leitung: Katharina Melloh), der im zweiten Teil mit ruhigeren Pop-Stücken, u.a. „I Have A Dream“ von Abba, mit rund 45 Sänger*innen die Kirche klanglich ausfüllte und mit „Mama Loo“ (Les Humphries Singers) eine mitreißende Zugabe brachte.

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