Unterricht bei 30 Grad – Pia-Marie im FSJ in Laos

Pia-Marie schreibt:

„Seit zwei Monaten ist Laos nun meine neue Heimat. Meine Mitfreiwillige Franzi und ich haben uns in unserem kleinen Häuschen eingelebt, können unser Moped bedienen und haben viele neue Menschen kennengelernt. Die Arbeit macht sehr viel Freude; wir haben motivierte Schüler, die gerne Englisch lernen.

In der Lao Youth Union unterrichte ich mittlerweile fünf Tage die Woche um die 40 Schüler und es kommen ständig neue Gesichter dazu. Die LYU macht weiterhin kräftig Werbung in Pakxan für unsere Englischkurse, z.B. mit Plakaten auf denen wir abgebildet sind.img_2413bDie Motivation der Schüler ist sehr hoch, alle sind immer fleißig dabei. Leider sind sie oft schüchtern; deshalb baue ich viele Dialoge und kleine Spiele in den Unterricht ein. Spiele, bei denen Schüler gegeneinander antreten müssen, finden großen Anreiz. Franzi und ich haben darum einen Aktionstag gemacht mit beiden Kursen und Spiele mit Unterricht verbunden. Wir hatten großen Spaß und viel gelacht. Leider macht uns aber 30 Grad Hitze und die extreme Luftfeuchtigkeit etwas zu schaffen.
img_1653bEnde jeden Monats muss ein Test geschrieben werden. Ich musste zum ersten Mal in meinem Leben eine Klausur vorbereiten und kann sagen, ich beneide meine Lehrer nicht. Die Klausur musste vorbereitet und auch korrigiert werden. Auch die Aufsicht war etwas mühselig: die Schüler kennen es hier nicht, alleine an einer Klausur zu arbeiten; sie versuchten den Test in Gruppen oder mit Partner zu lösen. Ich musste alle paar Minuten an die Einzelarbeit erinnern. Insgesamt fiel der Test aber sehr positiv aus, was mich sehr gefreut hat.dsc08102b
Eine neue Erfahrung war für mich der „Teachersday“. Am Tag davor findet kein normaler Unterricht statt, die Schüler bringen ihren Lehrern kleine Geschenke wie Süßigkeiten oder Gebasteltes  mit oder führen auch etwas vor. Eine nette kleine Auszeit für die Lehrkräfte!img_2430bNeulich hatten wir Besuch von zwei Weltwärts-Freiwilligen aus Thakkek (vier Stunden entfernt ) und einem Freiwilligen aus Kambodscha. Da wir sie in unseren Unterricht einbinden wollten, haben wir uns etwas Besonderes überlegt: Franzi und ich haben ein recht bekanntes Lied heraus gesucht und haben damit einen Lückentext erstellt. Die Schüler mussten das Lied hören und dann den Text einfügen. Danach haben wir die Aussprache mit ihnen geübt und die drei Besucher haben uns dabei unterstützt . Am Ende standen wir zusammen mit unseren Schülern beim Sonnenuntergang draußen im Kreis und haben „Let her go“ von Passenger gesungen.img_1674bIch schätze meine Arbeit hier sehr. Es macht Freude zu unterrichten und mir neue Dinge für den Unterricht auszudenken, damit es nicht trocken und langweilig wird und die Menschen gerne in den Unterricht kommen und mit Spaß eine wichtige Fremdsprache lernen.“

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