Atemberaubende Landschaften und ein großer Auftritt- Pia-Marie und Svenja berichten aus ihrem Auslands-FSJ

Pia Marie schreibt gut zwei Monate vor dem Ende ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in Laos:
Sommerkurse und atemberaubende Landschaften
„Bald geht mein Jahr hier zuende und so nutze ich die Zeit, um noch viel in Laos zu machen und mit den Lao Youth Union-Mitarbeiter*innen zu unternehmen. Außerdem helfen wir in der LYU sehr viel mit, um sie zu unterstützen und unterrichten einen Sommerkurs für die Schüler, die in den Ferien noch etwas dazu lernen wollen.Seit Anfang Juni unterrichten Franzi und  ich eine neue Vormittags-Klasse. Die Jugendlichen  haben Ferien und kommen nun, um bei uns Englisch zu lernen. So habe ich mittlerweile drei Englischklassen. Auch in meinen Nachmittagsklassen habe ich neue Schüler dazu bekommen, die sich schon super mit den anderen verstehen. Um sie mehr in den Unterricht einzubeziehen, können sie mitentscheiden, welche Themen wir noch einmal wiederholen oder neu anfangen. Da die Regenzeit nun beginnt, kann es auch mal sein, dass nicht alle da sind. Es regnet bisweilen so stark, dass man nicht mal zwei Meter weit sehen kann.

Vor ein paar Tagen sind wir in die Provinz Vientiane gefahren. Jedes Jahr macht die LYU mit allen Mitarbeitern diesen Ausflug. Wir sind zum Stausee Nam Ngum, dem größten See in Laos, gefahren. Der Anblick war unglaublich. Der riesige türkisfarbene See  ist umgeben von Bergen, die an den Spitzen von Wolken umwabert werden. Die LYU hat ein Boot gemietet und wir fuhren auf den See hinaus, natürlich nicht ohne Essen und Getränke, sodass wir auf dem Boot umgeben von der wunderbaren Landschaft zu Mittag gegessen haben.

Wir haben auch den Staudamm besichtigt. Von der Führung habe ich wegen der vielen Fachbegriffe nur wenig verstehen können, aber die großen Maschinen im Inneren waren auch so interessant. Danach haben wir uns mit ein paar anderen Mitfreiwilligen, die auch in der Region arbeiten, zwei freie Tage in Vang Vieng und der wunderschönen Landschaft mit Lagunen und Wasserfällen gönnen können.

Die letzten zwei Monate brechen bald an und ich werde versuchen, an den Wochenenden noch den einen oder anderen Ausflug zu machen.“
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Svenja, auch zwei Monate vor dem Ende ihres FSJ in Togo, schreibt uns:
Megakonzert in der église évangélique presbyterienne
Anfang  Juni hatten wir ein Chorkonzerte mit dem Jugendchor, auf das wir uns seit Monaten vorbereiten und fleißig neue Lieder gelernt haben. Teilweise haben wir bis ein Uhr nachts geprobt, damit am Tag des Konzerts auch ja nichts schief geht und wir hatten unter der Woche kaum Zeit, etwas mit Freunden zu unternehmen…

Das Konzert fand zusammen mit drei anderen Chören in unserer Kirche statt. Leider hatten wir so viel Glück mit dem Wetter; schon bald nach dem Gottesdienst regnete es in Strömen. Da die Kirche noch nicht ganz überdacht ist, sind also viele Plätze nass geworden. Zudem hatten die Pianisten einen kleinen Unfall und das Konzert begann eine Stunde verspätet.
Wir waren zusammen mit unserem Chorleiter Gastgeber der Veranstaltung und haben uns sogar extra neue Uniformen schneidern lassen. Da wir fast alle Lieder in der Sprache Ewe gesungen haben, war es schwierig für mich, mich sowohl auf die Texte als auch auch die eingeübten Bewegungen und ein freundliches Lächeln zu konzentrieren.
Am Ende waren wir aber auch alle glücklich, es geschafft zu haben.

Da das Schuljahr sich langsam dem Ende nähert, haben viele Schüler*innen jetzt Stress. Viele fangen jetzt erst an für die Klausuren zu lernen. Gerade für die, die jetzt das BEPC (wie Realschulabschluss), Abitur 1 oder Abitur 2 machen. Die Seconde des Colleges wurde sozusagen schon in die Ferien entlassen, da sie schon ihre Klausuren geschrieben haben. Jetzt brauchen die Schüler nur noch selten zur Schule zu kommen und nur wenn irgendwas ansteht. Im Juli soll zum Beispiel noch ein Ausflug nach Kpalimé stattfinden mit den troisièmes und den seconds. Vorher aber werden die Schüler der troisième ihre Examen für das BEPC schreiben.
Nächste Woche sind die letzten Klausuren des Schuljahres für die jüngeren Schüler, die danach auch nicht mehr zur Schule kommen müssen.
Damit geht auch mein Jahr hier langsam aber merklich zu Ende und das macht mich traurig. Dies ist die letzte Woche, in der ich unterrichte.“

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