Schon drei Monate vorbei! – Pia-Marie im FSJ in Laos

Pia-Marie schriebt:
„Die ersten drei Monate in Laos sind schnell vergangen. Mittlerweile habe ich eine feste Anzahl von Schülerinnen und Schülern. Der Unterricht wird langsam zur Routine und doch fallen mir immer mehr Sachen ein, die ich unbedingt mit meinen Schülern machen möchte.

Ich freue mich meine Schüler zu sehen und sie haben mittlerweile eine feste Ordnung. Sie haben sich untereinander mehr angefreundet; das ist deutlich am Lautstärkepegel zu merken, wenn man in die Klasse kommt. Auch die Namen kann ich fast alle (oder zumindest ungefähr, denn die laotischen Namen sind für mich immer wieder eine Herausforderung).

Den Unterricht kann ich nun besser an die Schüler anpassen, merke wenn meine Schüler für eine bestimmte Aufgabe zu müde sind und ich etwas anderes machen muss. Ich lerne die Stärken und Schwächen und kann sie besser unterstützen. Manchmal ist es auch etwas schwierig, z.B. mit Schülern, die kein Englisch verstehen; Zeichensprache hilft leider nicht immer. Umgekehrt helfen sie mir, ihre Sprache besser zu beherrschen und unterstützen mich, wenn ich mal wieder etwas falsch ausspreche.

Meine Schülerinnen und Schüler fangen nun auch an, mich auszufragen über meine Familie, Deutschland, meine Hobbies, meinen Glauben oder unsere Kultur. Manche trauen sich sogar mir bei Facebook zu schreiben, leider sind die Gespräche oft eher sehr kurz, da das Englisch dann leider doch noch nicht ganz ausreicht. Aber es wird.

Wir können auch außerhalb der Kurse etwas mit unseren Schülern unternehmen. Neulich kamen sie nach dem allmonatlichen Test abends zu uns. Wir haben Getränke und unsere Schüler etwas zu essen gesorgt. So saßen wir ein paar Stunden zusammen und haben uns unterhalten. Da habe ich auch gleich einen nachträglichen Geburtstagskuchen bekommen. Auch wollen wir demnächst ein Fußballspiel starten: meine Klasse gegen die von Franzi. Ein anderer Schüler hat uns eingeladen, mit uns bald zu einem Wasserfall in der Region zu fahren.

Vor kurzem bin ich leider krank geworden und konnte nicht unterrichten. Meine Schüler haben davon gehört und standen plötzlich vor der Haustür. Sie hatten sich Sorgen gemacht, dass ich alleine Zuhause bin und mir erstmal viele Fragen gestellt, wollten mich  unterstützten und aufräumen. Nur mit Mühe konnte ich ihnen versichern, dass sie mich alleine lassen können.

Die ersten drei Monate hier sind so schnell umgegangen, das ich mich wundere. Ich habe so viel gelernt hier, von meinen Schülern, den Menschen hier und die laotische Kultur. Ich bin sehr froh, dass ich mich für dieses Jahr in Laos entschieden habe und freue mich auf die nächsten  Monate hier „am anderen Ende der Welt“.“

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