„Herzlich Willkommen“

– so lautete das Motto des ersten „Alex18:30 – der junge Gottesdienst“ im neuen Jahr. Und so war neben vielen anderen Menschen auch eine Familie aus Syrien zu Besuch, die uns von ihren Erlebnissen auf der Flucht nach Deutschland und von ihrem neuen Alltag hier erzählte. Die Familie aus Aleppo gehörte dort zur christlichen Minderheit und war nicht nur den Auswirkungen des Krieges sondern auch anderen Bedrängnissen aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt. Ihre Flucht über die Türkei, Griechenland und Italien dauerte mehrere Monate. Sie hatten auch Fotos aus ihrer Heimat mitgebracht und berichteten so eindrücklich, dass alle Besucherinnen und Besucher in der Alexanderkirche sehr berührt waren. „Es ist eben etwas völlig anderes, eine solche Geschichte von den Menschen selbst zu hören als so etwas in der Zeitung zu lesen“, sagten Jugendliche hinterher.

DSC_0006 DSC_0040 DSC_0049Neben der Frage, wie wir mit Fremden umgehen, ging es auch darum, wie wir mit Menschen umgehen, die anders denken, sich anders anziehen oder Außenseiter sind und wie Menschen auch von uns vielleicht manchmal bedrängt werden. Dies wurde in einigen kurzen Anspielen eindrücklich dargestellt.

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Aber was können wir tun, wo können wir uns einbringen und wo müssen wir uns einmischen? Die Frage nach der eigenen Zivilcourage wurde in der Stillen Zeit gestellt und die Karten, die gegen Ende des Gottesdienstes vorgelesen wurden, zeigten, dass es Menschen gibt, die nicht wegsehen, wenn andere ungerecht behandelt werden. Auch die Predigt endete mit der Ermutigung, dass es zwar durchaus manchmal schwierig ist, zu handeln, sich für andere einzusetzen und zu helfen, aber dass wir es dennoch versuchen sollten.

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Musikalisch spiegelten sich ebenfalls die Themen des Gottesdienstes wider, gestaltet von der Alex-Haus-Band und dem Jugendchor unter der Leitung von Ralf Grössler.

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