Fast wie Gildefest und Olympia… – in Laos!

Pia-Marie aus Wildeshausen schreibt aus ihrem einjährigen Freiwilligen Sozialen Jahr in Laos:

„Von Mitte Dezember bis zu einem großen Sport-Event Anfang Februar waren für das Training  dafür und die Feiertage Ferien. So konnte es sein, dass nur vier oder fünf interessierte Schüler da waren, mit denen ich sehr intensiv arbeiten konnte. Sogar ein paar Brocken deutsch konnte ich erlernen lassen.

Ab dem 23. Dezember hatten wir Freiwilligen dann auch frei genommen und sind nach Vientiane gefahren, um uns mit anderen Freiwilligen zu treffen und mit ihnen Weihnachten zu feiern. Danach waren wir bis Anfang Januar in Thailand auf einer kleinen Insel im Süden.

Mitte Januar waren meine Eltern für gut zwei Wochen zu Besuch. Die LYU hatte zu Ehren meiner Eltern eine Baci, eine laotische Zeremonie, veranstaltet, wo eine Art  Schamane meinen Eltern, Franzi und mir viel Glück und Gesundheit gewünscht hat, indem er jedem von uns Bacibänder um die Handgelenke knotete. Anschließend hat dann jedes Mitglied der LYU uns ebenfalls mit einem Baciband Glück und Gesundheit gewünscht. Geendet hat die Zeremonie mit einem riesigen Essen. Die LYU-Frauen hatten sich dabei mal wieder selbst übertroffen: Es gab Laab, einen Salat mit Minze und Schweinefleisch, dazu Lao-Salat, ein grüner Salat, mit Tomaten, Eiern und asiatischen Lauch, Schnecken und natürlich Klebreis,  der mit den Händen gegessen wird. Der Klebreis  ist so etwas wie das Grundnahrungsmittel der Laoten.  Natürlich fehlte an diesem Nachmittag auch das Beer Lao nicht.

In Pakxan findet jedes Jahr ein Sportfest statt, aber dieses Jahr auch ein großes Event in Bolikhamxay, welches nur alle 18 Jahre stattfindet. Am 1. Februar war Eröffnung, auf Laotisch „Kilar“. Meine Schülerinnen und Schüler hatten für die Wettkämpfe seit anderthalb Monaten trainiert. Mit so etwas Großem hatte ich nicht gerechnet. Zuerst sangen einige Jungen und Mädchen ein Freundschaftslied der Provinzen und die Hymne von Bolikhamxay. Dann gab es eine Parade eines Spielmannzuges mit Trommeln und Melodicas. Dahinter kamen Mädchen, die die Sportler der jeweiligen Provinzen mit einem Schild ankündigten. Ich fühlte mich etwas an die Eröffnungen der Olympischen Spiele und an das Gildefest in Wildeshausen erinnert. Zwischendrin wurde zu unserer Überraschung der Premierminister von Laos begrüßt. Schließlich wurde eine riesige Fackel entzündet; das Fest war  offiziell eröffnet. Im Anschluss daran gab es eine riesige Tanzeinlage mit Tausenden von kostümierten Schülern.  Seitdem laufen die Sportwettkämpfe.

Ich habe in den letzten Wochen wirder viel erlebt und nun noch 7 Monate vor mir…“

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